Interesse an Oldtimern wächst in Deutschland

Deutschland ist der führende europäische Markt für Oldtimer. Es sind mehr als 2 Millionen Oldtimer und Youngtimer auf deutschen Straßen unterwegs. Ein Viertel dieser Autos ist mit historischen Kennzeichen (H) gekennzeichnet. Laut einer Studie von BBE Automotive wuchs die Zahl der Klassiker Autos in Deutschland zwischen 2018 und 2020 stetig von 675.000 auf 857.039. Zwischen 2008 und 2018 ist diese Zahl im Durchschnitt um 8,2% pro Jahr gestiegen. Mehr als zwei Drittel der Oldtimer sind weniger als 20.000 Euro wert. Nur 7,4% von ihnen befinden sich in dem Segment über 50.000 Euro.

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Ein beliebtes Phänomen

Die Leidenschaft für Oldtimer spiegelt sich in Meinungsumfragen wider. Laut einer Umfrage des Allensbacher Institut für Demoskopie gaben 43% der Befragten an, „froh zu sein, ein Oldtimer fahren zu sehen“. Ein gutes Drittel (35%) ist der Meinung, dass alte Autos „zur Erhaltung des technischen Kulturerbes beitragen“. Mindestens 17% der Befragten möchten einen besitzen, aber die große Mehrheit glaubt, dass Oldtimer ein Hobby sind, das sich nicht jeder leisten kann.

Interessenfokus auf deutschen Marken

Es ist nicht überraschend, dass deutsche Sammler deutsche Autos lieben. Deutsche Marken machen mit 72% Marktanteil den größten Anteil der Oldtimer-Zulassungen in Deutschland aus. 60% der Oldtimer werden auf die fünf beliebtesten Marken in Deutschland -Mercedes, Volkswagen, Porsche, BMW und Opel- verteilt, gefolgt von italienischen und britischen Marken mit 6% und französischen und amerikanischen Marken mit jeweils 5%. Die zehn beliebtesten Modelle machen 30% der Oldtimer-Zulassung aus.

Die gängigsten Oldtimer sind der VW Käfer und der Mercedes W123. Der Käfer, einst das meistproduzierte Auto der Welt, ist mit 51.009 zugelassenen Einheiten der Star des deutschen Oldtimermarktes. Einige Käfer sind jünger, der letzte Ultima Edicion verließ 2003 die Produktionslinie in Mexiko.

Die Nummer zwei unter den Oldtimern nach dem VW Käfer ist der Mercedes W123. Der Kultwagen der 1970er und 1980er Jahre, der W123 (1976-86), verkörperte die deutsche industrielle Wiederbelebung der Nachkriegszeit und ist bis heute ein Maßstab für Stärke und Zuverlässigkeit.

Der Anteil japanischer Marken steigt insbesondere bei Youngtimern. Letztere machen elf Prozent der Youngtimer in Deutschland aus, dreimal mehr als bei Oldtimern (3%).

Die (H) -Registrierung gilt hauptsächlich für das High-End-Segment.

Nicht alle Besitzer eines über 30 Jahre alten Autos entscheiden sich für eine historisches Kennzeichen (mit dem „H“ am Ende). Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sind unter der H-Zulassung 522.794 Oldtimer von insgesamt 857.039 Fahrzeugen zugelassen, was 61% der über 30 Jahre alten Fahrzeugen entspricht. Die meisten leistungsstarken Autos werden aufgrund des damit verbundenen Steuervorteils auf diese Weise registriert. Zum ersten Mal wurden 2020 mehr als eine halbe Million Oldtimer mit historischen Kennzeichen registriert, was 1,1% der deutschen Fahrzeugflotte entspricht.

Großteil des Marktes in den reichsten Städten konzentriert

Die meisten alten Autos sind in Städten mit hoher Kaufkraft und in Regionen zugelassen, die am stärksten an der Automobilindustrie beteiligt sind. In München gibt es zum Beispiel die meisten Oldtimer mit 19.633 zugelassenen Autos oder 2,7% aller dort zugelassenen Autos. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Berlin und Köln mit 17.183 und 15.111 zugelassenen Oldtimern. In Berlin liegt der Anteil der Oldtimer bei 1,4% (fast im Landesdurchschnitt), in Köln mit 1,9% höher. Ebenso sind Bremen und Stuttgart, Spitzenplätze der deutschen Automobilindustrie, Hochburgen für Oldtimer, deren Anteil ist dort mehr als doppelt so hoch ist wie im Landesdurchschnitt.

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